April 2003

Sehr geehrte Kunden,hier wieder einiges Wissenswerte aus der Welt der Computer und über mein Unternehmen.

Einzugsermächtigung für Webserver-Mieten:

Wir wurden von unserer Bank "geadelt": Ab sofort dürfen wir auch per Einzugsermächtigung die regelmäßigen Mieten unserer Web-Server Kunden einziehen.Für die meisten ist das bequemer, für uns offen gesagt auch. Das wir selbstverständlich sehr korrekt damit arbeiten, liegt auf der Hand und ist ja allgemein bekannt.

Rechnung zerrissen:

Der Kunde hatte bei der Telefonbaufirma in Auftrag gegeben, Gesprächskosten erfassen zu können, um sie dann seinem eigenen Kunden in Rechnung zu stellen. Die Firma machte unsere Anwesenheit zur Voraussetzung, da einige Komponenten direkt auf dem Server zu installieren waren. Das war eine richtig knifflige Aufgabe, die Software der Anlage befand sich auf der mitgelieferten CD noch in einem sehr frühen Entwicklungsstand und arbeitete unbefriedigend. Wir holten Updates aus dem Netz, programmierten selbst eine kleine Funktion, die die Serverdaten zum PC des Mitarbeiters schaffte und fanden dann gemeinsam mit der Hotline noch eine Lösung, Anrufe auszublenden die für diesen Mitarbeiter nicht sichtbar sein sollten, z.B. die aus der Chefetage. Der Kunde war durchgehend anwesend und konnte den Aufwand verfolgen. Trotzdem der Stundenzettel dann auch unterschrieben wurde, war der Kunde mit der Rechnung nicht einverstanden. Es hatte sich herausgestellt, das im Grunde nur wenig Gebühren abzurechnen waren und der Kostenaufwand für die Erstellung des Systems sich kaum mit den zu erzielenden Einnahmen amortisiert hätte. Er hatte er die Telefonfirma zwar auch gebeten, Kosten möglichst gering zu halten. Wir wussten jedoch davon nichts.

Wir waren vor Ort, haben die Leistung erbracht, im Beisein des Kunden und mit einer unterzeichneten Stundennachweis von ihm. Man hätte sicher problemlos auf Zahlung der Rechnung bestehen können, hätte wohl auch jeder getan. Blenn-Solutions jedoch nicht. Wir haben natürlich darauf hingewiesen, das die Rechnung völlig korrekt gestellt wurde und keinesfalls unberechtigt war. Dann aber haben wir darum gebeten, die Rechnung zu zerreißen und eine neue mit der halben Stundenzahl geschickt.

Warum?

Das Wohl des Kunden ist unser höchstes Interesse. Dieser Kunde ist schon seit langer Zeit bei uns und es gab nie Beanstandungen. Wir leben davon, dass unsere Kunden sich wohlfühlen. Und selbst in solchen Fällen sind wir entschlossen, diese Philosophie durchzuhalten. Weil bei uns nicht der Umsatz zur Philosophie führt, sondern die Philosophie zum Umsatz. Und das leben wir mit aller Konsequenz, wie man sieht.

 

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Zeiterfassung per Computernetz:

Ein spannendes Projekt, das wir bei einem unserer größeren Kunden mithelfen konnten zu verwirklichen: Die alte Zeiterfassung war recht umständlich, die traditionellen Stempeluhren erlaubten bei der zunehmenden Anzahl von Mitarbeiter nicht, die Zeitdaten direkt im PC zu erfassen und zu verarbeiten.Das neue, netzbasierte System erlaubt es, Stempeluhren ans PC Netzwerk anzuschließen und über einen Server direkt in eine Datenbank schreiben zu lassen. Lästiges Abtippen von Daten und Karten entfällt.Damit kann man direkt Anwesenheit, Fehlerzeiten und vieles mehr von einem Arbeitsplatz aus zugreifen, so dass sämtliche Abrechnungsvorgänge wesentlich schneller und fehlerfreier als zuvor möglich sind. Neben dem Hersteller und der Firma Bäcker, die die Kabelverlegung gemacht hat, waren wir mit Lieferung und Installation des Servers betraut. Ganz nebenbei habe wir die Maschine so ausgelegt, das später auch andere Serverfunktionen darauf laufen können. Das hat die Sache etwas teuerer gemacht, aber nur recht wenig. Gerade richtig, denn etwa eine Woche später lief die Festplatte des alten Servers voll, und wir konnten problemlos Daten auf die neue Maschine umlagern. Somit erwies sich unsere Beratungsleistung als richtig und wertvoll, etwas schmaler ausgelegt, hätte der neue Server das nicht übernehmen können, und der Kunde erheblich höhere Kosten für eine weitere Maschine gehabt.

Wir sind im Moment in einem Aufbruch. Ich sehe mich im Moment aktiv nach größeren Geschäftsräumen um, da der Platz in meinem Büro mittlerweile doch recht eng geworden ist. Nach den überaus positiven Erfahrungen nehme ich jetzt immer zwei Praktikanten auf. Für den letzten Monat war eine der beiden Stellen schon mit einer bezahlten Kraft besetzt, und spätestens zum Ende des Jahres möchte ich mindestens einen Mitarbeiter fest ins Unternehmen holen. Dies alles ist aber ein bißchen davon abhängig, noch den einen oder anderen Kunden zu gewinnen, und das wird sich im Verlauf des Sommers zeigen.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Blenn

 

Blenn-Solutions, Krablerstr.127, Haus 2, 45326 Essen, 0201 38 600