Auf Facebook gibt es Personenprofile. Aber es gibt auch Seiten für Organisationen, Firmen, Anliegen und Initiativen oder Organisationen. Oft aus Unkennntnis, manchmal aber auch in der bösen Absicht, Zugriff aufs Privatleben anderer zu erhalten, werden Personenprofile erstellt statt Seiten.

Ein irrtümlich angelegtes Personenprofil kann man leicht in eine "Gefällt mir" Seite umwandeln. Profil in Unternehmensseite verwandeln

Anfang Juni scheint es eine "Säuberungswelle" gegeben zu haben, bei der etliche Personenkonten gesperrt wurden.

Hier 12 gute Argumente, warum in Facebook nur "normale" Personen als Personen eingerichtet sein sollten:

Grund 1: Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen, Löschungsgefahr:

 

Auszug:

  1. Du wirst keine falschen persönlichen Informationen auf Facebook bereitstellen oder ohne Erlaubnis ein Profil für jemand anderes erstellen.
  2. Du wirst nur ein persönliches Profil erstellen.
  3. Wenn wir dein Konto sperren, wirst du ohne unsere Erlaubnis kein anderes Profil erstellen.
  4. Du wirst dein persönliches Profil nicht für kommerzielle Zwecke verwenden

 

Bei einem Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen kann das Profil gelöscht werden. Alle mühsam erkämpften Freunde sind damit verloren. Der Imageschaden ist gewaltig. Das geht umso schneller, je mehr Leute wissen, das man das links unten in dem jeweiligen Profil "Melden" kann. Das weiß auch die Konkurenz. Facebook geht zur Zeit noch moderat damit um, aber das kann sich auch schnell wieder ändern

 

Grund 2: Begrenzung auf maximal 5000 Freunde

Manchmal stellt sich Erfolg schneller ein als man denkt. Personenprofile dürfen aber nicht mehr als 5000 Freunde haben. Hört sich viel an, kann aber ganz schnell zu einem Hemmschuh werden. Schön dumm, wenn mitten auf einer solchen "Welle" diese Begrenzung auftritt. Wir kennen Seiten, die haben an einem Tag 30 000 Fans gewonnen.

 

 


 

Grund 3:  Begrenzte optische Präsentation und Menüs.

Seiten haben nur ein "Zwangselement" als Kachel: die Fotos. Alle anderen Kacheln kann man ändern. Man kann ganz eigene Unterseiten anlegen, sogenannte Apps. In diesen Apps ist alles möglch, was auch auf einer Webseite möglich ist. Man kann Veranstaltungen als Menüpunkt nutzen und so Fans auf der eigenen Seite informieren. Die You Tube App ist eine weitere, bekannte Möglichkeit. Die "Rezensionen" sind Bewertungen von Besuchern. Es gibt tausende Apps und wir können ihnen diese sogar "auf den Leib" schneidern.
 

Dazu haben wir einen gesonderten Artikel : Apps als Kachel für Fan-Seiten


Grund 4: Keine Statistiken

Jeden Website-Betreiber interessiert es, was wie oft aufgerufen wurde. Das Facebook Pendant nennt sich Insights und ist unter dem Namen Statistiken für den Administrator abrufbar. Sie sehen ab einer Mindestzahl von 25 Fans: Aufrufe gesamt, Interaktionen wie Gefällt mir, die häufigsten Menüpunkte, Aufschlüsselung der Fans nach Geschlecht und Alter. usw.

 

 

Grund 5: Keine Werbung in Facebook möglich

Gut, Promis brauchen das nicht. Wer aber Geld für Visitenkarten, Gelbe Seiten oder andere Werbung ausgibt, sollte zumindestens mal reinschauen. Man kann sehr gezielt werben, z.B, nur in der eigenen Stadt, und man kann ein Höchstbudget pro Tag festlegen, so das man für ein paar Euro das schon gefahrlos ausprobieren kann. 

 

Grund 6: Verwaltung durch mehrere nicht möglich

Einem einzelnen Passwortaccout kann immer wieder mal etwas passieren, sei es durch böswillige Hacker, sei es durch Vergessen von Daten oder ähnlichem. Bei einer Seite kann man mehrere Personen zu Administratoren machen.

 

 Grund 7: Durch massive "Befreundet mit" Meldungen zum Spammer und geblockt werden

Was nützen Ihnen tausende von Fans, wenn ein Großteil Ihre Nachrichten geblockt hat? Als Person wird jedem ihrer Fans ständig angezeigt, mit wem Sie neu befreudet sind. Grade bei erfolgreichen Profilen wird das schnell zu einem Ärgernis. Die Meldungen der Person sind schnell blockiert oder schlimmer, die ganze Person. Bei Seiten unterbleibt diese Freundschaftsmeldung. Neue Fans werden nicht jedem anderen als "neue Freunde" auf der eigenen Startseite angezeigt.

Erfahrene Facebook User sehen an dem Button "Freundschaftsanfrage" statt des "Gefällt mir", das es sich um keine Seite handelt. Wegen der massiven Freundschaftsmeldungen wie auch der Gefahr, dass ein Unternehemen hier massivsten Einblick in das Privatleben bekommt (Freundesliste, Pinwandeinträge, Fotos etc.) klicken viele Benutzer ein so Spam- und spionageverdächtiges Profil erst gar nicht an.

Grund 8: Die eigene Übersicht verlieren durch Freundes-Informationen

Einer Person werden täglich dutzende von Meldungen über Ihre eigenen Freunde übermittelt. Einer Seite werden grundsätzlich keine Informationen über die privaten Aktivitäten eines Fans übermittelt, außer wenn Sie auf der Pinwand der Seite selbst stattfinden. So ein "Freund" interessiert sich eigentlich nicht für einen. Kann aber alles sehen, was man für "Nur Freunde " zeigt. Und kann z.B. mit Einladungen für Veranstaltungen nerven.

Grund 9: Kein Ort, keine Landkarte

Das ist nicht nur praktisch, damit man den Standort eines Unternehmens auch auf einer Landkarte schnell findet. Handynutzer können an ihrem Ort "einchecken, und alle deren Freunde sehen das. Ein herber Verlust für alle, die Kundenverkehr haben. Ein geschäftlicher Ort kann auch Öffnungszeiten, Anfahrtsmöglichkeit und Preise veröffentlichen. Der Info Bereich hat deutlich passendere Möglichkeiten als der einer Person.

 

 

Grund 10: Keine Verfügungsgewalt über Orte,  Wikipedia und Gemeinschaftsseiten, keine Zusammenführung

Facebook legt einige Seiten automatisch an. Ebenso Handy User, die ihre Adresse als Aufenthaltsort in Facebook eintragen. Oder Personen, die ihr Unternehmen als Interesse oder Arbeitgeber eintragen. In allen Fällen können Sie diese Seiten löschen oder bei vielen Fans dort, mit ihrer zusammenführen lassen. Natürlich nur als Seite.

Grund 11: Freunde müssen bestätigt werden und dürfen dann vieles, Fans nicht.

Täglich dutzende von Freundesanfragen zu bestätigen, ist keine schöne Aufgabe. Ein Fan jedoch muß nicht extra bestätigt werden. Viele potentielle oder vorhandene Kunden wollen nicht Stunden oder gar Tage und Wochen warten, bis sie eine Fragen stellen können. Fanseiten haben deshalb auch eine Blockierliste für die Pinwand, so dass nicht Nachts unbeaufsichtigt irgendwelche Fäkalausdrücke an die offizielle Pinwand geschrieben werden können. Auch andere, unerwünschte Wörter können individuell gesperrt werden.

Grund 12: Verletzung der Privatsphäre

Personenprofilen auf Facebook ist mehr möglich, als "Gefällt mir" Seiten. z.B. sind viele Einstellungen für "Freunde von Freunden" vorgesehen. So eingestelte Fotoalben von Personen präsentieren sie also auch alles anderen "Freunden"  ihres Profils.

 "Nachteile" einer Seite:

Sie haben keine Freunde, sie haben Fans. Sie dürfen also weder auf die Pinwand von Personen schreiben noch ihnen Mitteilungen schicken. Aber wenn Sie auf ihre eigene Pinwand schreiben, sehen das ja alles Fans und wer als Person zu viele Nachrichten verschickt, wird automatisch von Facebook geblockt.

Eine Seite kann lediglich mit anderen Seiten "befreundet" sein, indem sie "gefällt mir" klickt. Dafür kann der Admin bis zu 5 als empfohlen besonders herausheben, z.B. wichtige Partner oder Empfehlungen, die links im Seitenmenü mit Icon gezeigt werden.

Über "Facebook als Seite verwenden" kann man die Identität der Seite annehmen, "Gefällt mir" drücken oder als Seite an die Pinwand anderer Seiten schreiben, bei denen "Gefällt mir" gedrückt wurde. Seiten mit vielen Fans können hervorragende Multiplikatoren sein. Dort etwas als Seite an die Pinwand zu posten (keine platte Werbung, sonst wird man geblockt!) kann andere Personen auf die Seite aufmerksam machen.

Seiten haben keine Privatsphäre und sind immer öffentlich. Nur eine App, so wie unsere Startseite, kann Inhalte vor "Nicht-Fans" verbergen. Aber machen Sie eine Werbung, die von der Öffentlichkeit nicht gesehen werden soll?

Es gibt praktisch keinen vernüftigen Grund, als Firma ein Personenprofil zu benutzen. Aber jede Menge, die dagegen sprechen. Falls Sie das aber irrtümlicherweise so eingerichtet haben: Man kann das Personenprofil zur Seite umwandeln. Dabei gibt es aber einiges zu beachten.

 Vieles in Facebook wirkt sehr einfach. Trotzdem kann man sich schnell aus Unkennntnis blamieren oder unprofessionell darstellen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich intensiv zu informieren. Unternehmen als Personenprofil sind nicht nur peinlich, sondern können auch Schäden mit sich bringen.

Haben sie ein solch falsch angelegtes Unternehmen im "Freundeskreis", weisen sie es auf diesen Text hin.

Vorgehensweisen:

Bei Seiten geht Facebook immer davon aus, das hinter ihnen eine Person zur Verwaltung steht. Es sollte deshalb immer ein Personenkonto angelegt sein, das als Administrator der Seite tätig ist. Dieser ist im Default auf der Seite ja nicht sichtbar, also kein Problem. Das Personenkonto selbst kann ja weitestgehend anonym gehalten werden. Es gibt zwar auch die Möglichkeit, ein reduziertes Konto für die Seite selbst anzulegen, aufgrund diverser Einschränkungen kann man davon jedoch nur abraten. So ein Konto kann keine Freunde einladen, hat kein Nachrichtensystem und vieles mehr. Jede Firma wird von Menschen gemacht, und die sollen eine Seite auch verwalten. Einen eigene Login für die Seite haben zu wollen, ist typisch deutsches Denken und überholt. Allein weil man mit einem einzelnen Verwalterkonto bei einem Hackerangriff oder Verlust des Kontos auch gleich die Seite loswird.

Wurde irrtümlich eine Person statt einer Seite angelegt und hat diese schon viele Freunde, sollte man das Personenkonto in eine Seite umwandeln, um die Verbindungen zu erhalten. Dazu gibt es in der Facebookhilfe und  auf unseren Seiten einige Tips.

 

 

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