Sperrung für Freundesanfragen, Videos und andere Begrenzungen

Es gibt verschiedene Formen der Sperrung oder Begrenzung bei Facebook. Viele ärgern sich darüber, wenn sie davon betroffen sind, in manchen Fällen ja auch berechtigt.

Manchmal ist es aber auch deshalb, weil die Funktion die Facebook abbilden will einfach nicht richtig verstanden wird. Facebook selbst hat auch auch keine leicht zu findende "Einstiegshilfe", wo so etwas erklärt wird. Und kein vernünftiges "Warnsystem", so das man oft in Sperren "hineinläuft".

Dieser Artikel soll helfen, Dinge zu verstehen und einzuordnen. Auch im richtigen Leben ärgert man sich oft, weil man den anderen und seine Gründe nicht richtig versteht.

Sperren sind grundsätzlich automatisiert. Es git keinerlei "Beschwerdefunktion" oder ein Stelle, an die man sich wenden könnte. Facebook greift da auch nicht rein. Eine Sperre kann man nur "aussitzen" und verstehen, warum sie aktiv wurde. Selbst machen kann man nichts.

Das Facebook immer gerechtfertigt handelt, wollen wir nicht behaupten. Wir wollen aber ein wenig erklären, warum es so ist.

Wir haben unten ja unsere Fan-Seite verlinkt. Der richtige Platz um weiter zu fragen und besser über FB informiert zu sein. Ärgern ist die am wenigstens intelligente Reaktion.

Bei Facebook ist die Sperre keine "Schuld." Sondern ein dummer Computer der zählt.

Sperrung "Gefällt mir"

Als Auslöser ist bekannt, das sehr schnell hintereinander geklickt wird. FB geht davon aus, das ein Inhalt erst eine bestimmte Zeit betrachtet werden muss, um dieses Urteil zu treffen.

Jedes Gefällt mir ist ein Datenbank Eintrag. Würden Millionen Menschen täglich übermäßig davon "produzieren", hätte diese Datenbank unnötige Last.

Die Betonung liegt auf unnötig. Den der "Gefällt mir" als Ausdruck von realen Personen ist ein Wert.  Dazu reicht es in E-Bay zu schauen, wo diese Klicks in tausendern zu kaufen sind - für echtes Geld. "Gefällt mir" signalisiert Zustimmung. Was vielen gefällt, muß schon etwas Gutes sein.

Deshalb wurde die Frequenz fürs das Klicken begrenzt. Facebook erlaubt weder Mißbrauch noch übermäßigen Gebrauch. Da sie nicht in den Kopf schauen können, versuchen sie es über die Anzahl in einem bestimmten Zeitraum zu ermitteln. Das macht eine Automatik, kein Mensch. Es ist sinnlos, sich darüber zu beschweren. Man kann nur die Sperre aussitzen und daraus lernen. Die Radarfalle blitzt bei einem Kilometer zu viel - ob es gefährlich war oder nicht. Der Zähler zählt einfach nur.

Sperrung bei Freundschaftsanfragen:

Facebook will keine Kontaktbörse sein, sondern eine Plattform bieten für Menschen, die sich tatsächlich persönlich kennen. Das man an einem Tag dutzende neuer Menschen kennenlernt, ist eher unwahrscheinlich. Selbst wenn  es so wäre stellt sich die Frage, warum eine solche Anfrage nicht umgekehrt gestellt wird.

Besonders gut aussehende Frauen haben auf anderen Plattformen zum Teil massive Probleme, weil täglich dutzende solcher Anfragen beantwortet werden müssen. Fragt mal Nica mal nach Wer-kennt-wen. Auch bei Rolf können nur Freunde von Freunden eine Freundschaftsanfrage stellen, da vorher viele Facebook Nutzer per Anfrage eigentlich nur persönliche Facebook Hilfe bekommen wollten. Zumal Freunde automatisch mehr Rechte auf das eigene Profil bekommen als Fremde.

Im allgemeinen ist es einer der Vorteile von Facebook, nicht ständig mit Anfragen fremder Leute überhäuft zu werden. Die große Mehrzahl der User kommt mit der Sperre niemals in Kontakt und empfindet die Funktion als positiv. Auch wir tun das.

Es gibt  drei "Arten" von Nutzern, die in diese Sperre geraten:

1) Tatsächlich "Kontaktsuchende", die die Freundschaftsfunktion von Facebook nicht verstanden haben oder fehldeuten. Die stellen Freundschaftsanfragen aufgrund irgendwelcher Merkmale im Profil,  z.B. das Foto, aber auch  gleicher Interessen oder ähnliches. Bei Facebook ist das Freundschaftsverhältnis aber eben definiert als persönliche Bekannschaft. Facebook ist für diesen Wünsch nicht geeignet und behauptet das auch nicht. Webseiten für solche Wünsche wären Ilove, "Wer kennt wen" oder Stayfriends. In Facebook gilt das als persönliche Belästigung und wird mit Sperre belegt.

2) Berufliche Kontaktsuchende, die potentielle Kunden per Freundschaft aquirieren möchten. Zu diesem Zweck gibt es die Plattform XING. Ein Kontakt ist mehr wert, je mehr persönliche Informationen damit verbunden sind. Facebook dazu nutzen zu wollen, endet in einer Sperre.

3) Die dritte Gruppe ist die einzige, bei der die Sperre oft zu Unrecht erfolgt. Das sind besonders neue Nutzer, die tatsächlich einen sehr großen Freundeskreis haben und sehr schnell sehr viele adden. Es wäre aber technisch kaum machbar und sehr aufwändig, hier Ausnahmen zu machen. Facebook tut es als kostenlose Plattform nicht und sperrt. Auch wenn ihr euer eigenes Interesse als berechtigt empfindet: Wer soll das entscheiden?

 

Methoden, um nicht in die Gefahr der Sperrung zu kommen:

  1. Laßt euch vom anderen die Anfrage stellen. Ruft an oder schreibt eine Mail. Manchmal haben Leute ja auch die Möglichkeit offen gelassen, das auch Fremde eine Nachricht senden dürfen. Oder ihr bittet gemeinsame Freunde, denjenigen anzusprechen. Das sollte kein Problem sein, ausgenommen ihr gehört zur ersten Gruppe.
  2. Zügelt euer Bedürfnis, in wenigen Tagen das Profil "komplett" zu machen. Stellt Freundschaftsanfragen nicht so häufig, sondern lasst eine Zeit vergehen. Wie soll Facebook technisch unterschieden, ob eure vielen Anfragen "berechtigt" sind oder Spam? Der Spamschutz hat grundsätzlich Vorrang.
  3. Für Personen wie Prominente, denen natürlich eine Überhäufung droht, gibt es die Möglichkeit, sein Profil abonnieren zu lassen, ohne ein Freundschaftsverhältnis einzugehen. Stellt bei einem interessanten Menschen keine Freundschaftsanfrage, sondern schaut ob ihr ihn abonnieren könnt. Wenn das nicht aktiv ist, dann wünscht die Person solche Kontakte auch nicht.

Achtet mal darauf, was Facebook anzeigt, wenn ihr selbst eine Anfrage ablehnt. Es wird zusätzlich auch gefragt "Kennst du diese Person persönlich?" Beantwortet der Gefragte das mit Nein, ist das ein "verschärfendes " Kriterium und die Sperrung wird  dadurch wahrscheinlicher.

Eine Sperre kann wenige Tage, bis zu zwei Wochen oder auch für immer verhängt werden. Es gibt keinen menschlichen "Richter", sondern einfach eine Rechenformel, wann diese verhängt wird und wie lange. Bei 1. Milliarde Nutzern auch verständlich. Kontaktaufnahme mit Facebook ist deshalb vollkommen sinnlos.

Eine Software kann nur zu dem benutzt werden, für das sie programmiert wurde. Mit Word kann man kein Filme schneiden. Und mit Facebook eben nicht hunderte von Anfragen stellen. Der Spamschutz hat absoluten Vorrang. Ausnahmen gibt es nicht.

Maximal 5000 Freunde oder Gefällt mir Seiten

Wer oben das über die gesperrten Freundesanfragen gelesen hat, weiß nun das Facebook von einer persönlichen Bekanntschaft ausgeht, wenn ein Freund geadded wird. Dass Menschen mehr als 5000 persönliche Kontakte haben, ist selten, aber möglich.

Da aber gleichzeitig ebenfalls nicht mehr als 5000 "Gefällt mir" Seiten möglich sind, ist ein ganz anderer Grund offensichtlich: bei jedem Aufruf der Startseite muß Facebook Millionen Postings daraufhin scannen, ob sie auf der eigenen Startseite abgebildet werden. Facebook kann nicht für jeden User einen eigenen Server aufstellen, der unendlich hohen Rechenaufwand erlaubt.

Außerdem aktualisiert sich die Startseite ja online und das würde sie bei einer größeren Menge wie einen Film aussehen lassen, so das man die Postings gar nicht mehr lesen könnte.

Wenn es aber ohnehin darum geht, das viele Menschen den eigenen Postings folgen können und man selbst nicht so sehr auch deren lesen will, wie es oft bei Prominenten der Fall ist, dann kann man sein Profil fürs Abonnieren freischalten. Eine Maximalzahl von Abonennten gibt es nicht.

Sperrung für Postings oder Kommentare

Viele Einzelpersonen oder auch unseriöse Firmen möchten ihre Botschaft am liebsten tausendfach verbreiten. Facebook ist aber dazu gedacht, individuelle Äußerungen zu verbreiten. Niemand möchte 10 Seiten besuchen und dort immer das gleiche finden.

Auch wenn es nur ein nett gemeinter Gruß zum Wochenende ist, kann man rechnerisch nicht herausfinden, ob das nun Werbung darstellt oder nicht. Deshalb ist schlicht die Anzahl der Postings beschränkt.

Üblicherweise dauert die Sperre 15 Tage an. Es gibt keinerlei Möglichkeit, sich an einen Support als "Richter" zu wenden, der das wieder aufheben kann.

Wer das als ungerecht empfindet, weil er ja "nur" ... gepostet hat sollte sich vor Augen halten, dass eben andere ganz aggressiv Facebook als Werbeplattform nutzen würden. Facebook wäre in kurzer Zeit nur noch mit Werbung gefüllt und unbenutzbar. Facebook ist ein Computerprogramm, das nur schnell rechnen kann, aber keine menschlichen Entscheidungen treffen.

Lernt daraus, wartet das Ende der Sperre ab und zügelt euren Drang, anderen in großer Anzahl Mitteilungen zu posten. Das will kein Mensch, außer euch selbst.

Die Sperre wird auch schon bei geringerer Anzahl erteilt, wenn eurer Posting von anderen als Spam markiert wird. Hier ist es dann nicht mehr ein Computer, sondern die Entscheidung von vielen Menschen, die eure Beiträge als Belästigung empfinden.

Im Wiederholungsfall kann eine Sperre sogar für immer erteilt werden.

Posting auf einer Fan-Seite für andere verborgen

Es gibt eine Spezialform des Spamschutzes, die vor allen Dingen Seitenbetreiber entlasten soll. Manche Fans nutzen andere Seiten, um wiederholt Inhalte an möglichst viele andere Menschen zu vermitteln. Das muß nicht immer Spam sein, möglich ist z.b. auch ein vielfach wiederholter Weihnachtsgruss.

Immer wieder gleiche Inhalte möchte aber niemand auf einer Fan-Seite sehen, umso schlimmer, wenn damit eine Art Werbung verbunden ist. Admin haben die Möglichkeit, ein solche Posting als Spam zu markieren, statt zu löschen. In diesem Moment wird das Posting für die Öffentlichkeit unsichtbar geschaltet. Das heißt, nur noch der Verfasser und der Admin können es sehen. Feststellen kann man das am  besten, indem man einen Fremden nachschauen läßt, ob er das Posting sehen kann.

Wenn jemand sehr viel postet, tritt eine Automatik in Kraft. Die sorgt dafür, das Postings der entsprechenden Person generell so markiert werden und erst vom Admin aus "verborgene Beiträge" frei geschaltet werden müssen. Diese Automatik wird beschleunigt, wenn Beiträge auf Seiten von einem Admin mehrfach als Spam markiert werden. Das wirkt dann auch auf andere Seiten.

Betroffenen bleibt kein andere Möglichkeit, als den Admin darauf hinzuweisen und um Freischaltung zu bitten. Gute Administratoren schauen ohnehin mindestens einmal pro Tag hinein und tun das von sich aus. Eine "Freischaltung" durch den Support ist nicht möglich. Hier gilt es, weniger zu posten und auch Inhalte, die Administratoren nicht als Spam markieren wollen.  Der Effekt endet nach einer Zeit dann von selbst.

Administratoren sollten regelmäßig ins Aktivitätenprotokoll schauen. Man kann es nach "Spam" filtern, um nicht aufwändig suchen zu müssen:

Ganz rechts neben jedem Posting kann man die Einstufung als Spam rückgängig machen. Klappt leider nur für neue Postings. Handelt es sich um Antworten, dann kann das der Admin nur in den Antworten selbst sehen. Solche Postings werden nicht angezeigt, sondern sind durch drei Punkte markiert. Nachdem man die Antwort mit einem Klick darauf sehen kann, sieht man auch den darunter erscheinenden Link "Spammarkierung aufheben".

Sperre beim Hochladen von Videos

Wenn Musik oder Copyright geschützte Inhalte auf einer Webseite verwendet werden, dann muß die Einwilligung von dem vorliegen, dem dieser Inhalt gehört. Speziell wenn es sich um z.B. Musiker handelt, die davon leben müssen.

Facebook ist kostenlos und nicht bereit, Gebühren zu zahlen, damit ein Nutzer kostenpflichtige Inhalte von anderen verwenden kann.

Die Nutzung ist gesetzlich geregelt.  Wenn ihr in eurem Urlaubsvideo Musik verwendet, dann macht ihr es damit schöner. Wenn ihr eure Wohnung schöner macht, indem ein Anstreicher sie renoviert, müßt ihr diesen Anstreicher bezahlen. Wenn jemand euer Video schöner macht, hat er das gleiche Recht darauf.

Das ist keine Reglung von Facebook, sondern des Gesetzgebers. In Deutschland reichen schon einige Takte eines geschützen Liedes aus, um Rechte zu verletzen. Das kann so weit gehen, das selbst ein laufendes Radio im Hintergrund schon eine Verletzung darstellt. Das gilt nicht nur für Facebook, sondern auch für andere Inhalte im Web.

Wer häufiger solche Dinge hochlädt, dem droht nicht nur die Löschung der Inhalte und eine befristete Sperre, sondern die Sperrung fürs das Hochladen von Videos allgemein. Das läßt sich dann auch nicht mehr rückgängig machen.

Begrenzung der Namensänderungen bei Profilen, Seiten und Gruppen

Auch wenn es der Wunsch des Betroffenen ist: Namensänderungen sind für andere Benutzer negativ. Immer wieder liest man im Hilfeforum Klagen darüber, das Freunde da sind, die nie geadded wurden oder Seiten, bei denen man nie "Gefällt mir" geklickt hat.

Facebook ordnet das Interesse seiner gesamten User höher ein, als das eines einzelnen, der aus welchen Gründen auch immer andere verwirrt. Beim Anlegen des Kontos stimmt man den Nutzungsbedingungen zu: "Facebook-Nutzer geben ihre tatsächlichen Namen und Daten an." Facebook akzeptiert zwar auch Konten mit Pseudonymen, solange es nicht zu Beschwerden kommt Daraus läßt sich aber kein "Recht" ableiten beliebig viele Namensänderungen durchzuführen. Facebook Konten sind für echte Namen gemacht und die werden nun mal nicht wöchentlich geändert.

Deshalb sind die Änderungen begrenzt. Es gibt als letzte Ausnahme ein spezielles Formular. FB verlangt aber dazu auch den Personalausweis  und trägt grundsätzlich nur echte Namen ein.

Bei Seiten sieht es ähnlich aus. Ab 200 Fans ist eine Änderung nicht mehr möglich. Auch hier gibt es wieder den Grund, das die User nicht verwirrt werden dürfen. Gerade Seiten, die ja tausende von Fans haben können, ist eine Namensänderung nicht aktzeptabel. Auch wenn die Änderung gering ist, kann sie ja eine ganz andere Bedeutung haben, Peter-Fanpage ist eben etwas anderes als Petra-Fanpage. Dem Schwarzhandel mit befüllten Fan-Seiten wäre Tür und Tor geöffnet.

Fan Seiten müssen sich früh entscheiden. Es ist nachträglich nicht zu ändern. Einzige Ausnahme wäre die Änderung eines Firmennamens, z.B. der Gesellschaftsform von GmbH in AG. Hier werden aber konkrete Dokumente verlangt.

Für Gruppen gibt es gar keine Änderungsmöglichkeit. Gruppen sind ein freiwilliger Zusammenschluss mehrerer Menschen unter diesem Namen. Wenn "Freunde von Jazz" nachträglich in "Freunde von SM-Sex" geändert werden könnte, könnte niemand mehr gefahrlos in einer Gruppe Mitglied sein.

Bei Gruppen gibt es auch noch die Spezialität der Privatsphäre. Es ist möglich, sie zu verkleinern, weil z.B. Inhalte pikanter werden. Umgekehrt aber geht es nicht mehr. Die Gruppe "Schwule in unserer Firma" kann auch vom Admin niemals von Geheim auf öffentlich gestellt werden. Es nützt auch kein Versuch, mit FB in Verbindung zu treten.

 

Wir erklären hier ganz bewußt aus der Sicht von  Facebook. Es ist nicht unbedingt unsere eigene Meinung, zumal uns selber immer wieder im Hilfeforum eine Sperre gegeben wird (wir sind zu schnell, ist da Begründung).

Aber wir schreiben im Gegensatz zu denen euch diesen Text. Wer meint, er ist deshalb schlecht und hier unten schlecht bewertet, handelt ungerecht - und tut genau das, was er an den Sperren bemängelt. Solche Leute bekommen Sperren definitiv zu recht.

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